Umgang mit national-ethnischen Konflikten in der Gruppe • Kreisjugendring Stade
12.09.2026
09:00 - 13:00
10,00 €
Umgang mit national-ethnischen Konlifkten in meiner Jugendgruppe
am Beispiel des Israel-Palästina-Konfliktes
Der Israel-Palästina-Konflikt bewegt viele Menschen in Deutschland und kann auch in der Bildungs- und Jugendarbeit zu Spannungen führen. Dabei geht es nicht allein um die Ereignisse vor Ort, sondern auch um persönliche Erfahrungen und Perspektiven, die alle auch ohne biografische Bezüge zur Region selbst mit dem Konflikt verbinden. Dies gilt in ähnlicher Weise für Multiplikator*innen, die mit Jugendlichen arbeiten – auch sie sind keineswegs „neutral“ oder unvoreingenommen, wenn es um den Konflikt in Israel und Palästina geht.
In diesem Workshop geht es daher darum, über unterschiedliche und oft widersprüchliche Bezüge und Perspektiven auf den Konflikt ins Gespräch zu kommen und Ansätze zu diskutieren, um diese Vielschichtigkeit auch in der Bildungsarbeit sichtbar und besprechbar zu machen. Nach einer Einführung in die Hintergründe der oft polarisierten öffentlichen Debatten soll daher zunächst für unterschiedliche Hintergründe und Motive von vermeintlich provokativen Aussagen und Verhaltensweisen unter Jugendlichen sensibilisiert werden, um anschließend einige grundsätzliche Überlegungen zum Umgang mit Konflikten wie dem Israel-Palästina-Konflikt in der Bildungs- und Jugendarbeit vorzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Vermittlung von detailliertem Wissen über die Konfliktgeschichte, als die Förderung von Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Interessen und Perspektiven, die in Uneindeutigkeiten, Ambiguitäten und vielschichtigen Konflikterfahrungen zum Ausdruck kommen.
Referenten von ufuq Berlin:
"ufuq bemüht sich um unaufgeregte Auseinandersetzungen mit den Themen, Fragen und Konflikten in der Migrationsgesellschaft. Wir wollen zu einem solidarischen Miteinander beitragen und arbeiten dazu an der Schnittstelle von Pädagogik, politischer Bildung, Wissenschaft und Politik. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und die universelle Islamismusprävention.
Der Name unseres Vereins ist dabei Programm: ufuq ist arabisch und bedeutet Horizonte oder auch Perspektiven. „Wie wollen wir leben?“ ist eine unserer Leitfragen.
Wir interessieren uns insbesondere für die Lebenswelten von jungen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichten: Welche Interessen, Wünsche und Ziele haben sie? Welche Erfahrungen machen sie, welche Rolle spielt für sie Herkunft oder Religion? Womit identifizieren sie sich, was erschwert ihnen Zugehörigkeit, Identifikation und Teilhabe?
Dieses Wissen nutzen wir, um in Workshops mit Jugendlichen zu arbeiten und Fachkräfte in der Bildungs- und Jugendarbeit im Umgang mit gesellschaftlichem Pluralismus, mit Rassismus und anderen Diskriminierungsformen, aber auch mit religiös, kulturell oder nationalistisch begründeten Ideologien der Abgrenzung und Abwertung zu unterstützen."
Weitere Infos: ufuq.de
