Aktionswochen ToleranzLeben • Stadtjugendring Buxtehude
31.08.2026 - 18.09.2026
"ToleranzLeben - Intoleranz ist keine Meinung“
vom 31. August bis 18. September 2026 richtet der Stadtjugendring Buxtehude die Aktionswochen "ToleranzLeben - Intoleranz ist keine Meinung“ aus, ein gemeinsames Projekt zur Förderung von Demokratie, Vielfalt und Respekt. Mitveranstalter und Kooperationspartner des SJR sind die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Buxtehude (DIG), Toleranz-Tunnel e.V., BUNTER BLOCK BUXTEHUDE (BBB), Deck 2 und die Hansestadt Buxtehude.
Zentrum der Aktionswochen ist die Ausstellung „ToleranzRäume“, die im Deck1 der Malerschule aufgebaut sein wird. Vormittags finden Workshops für Schülerinnen und Schüler statt, in der übrigen Zeit ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Parallel entsteht ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Veranstaltungen rund um das Thema Toleranz.
Auch der Kreisjugendring beteiligt sich mit zwei Fortbildungen:
- "Mit Andersdenkenden Reden - Haltung zeigen": Kommunikations-Workshop für Jugendleitende
- Umgang mit National-ethnischen Konflikten in meiner Gruppe. Hintergründe und Strategien am Beispiel des Israel-Palästina-Konfliktes
- „Der Israel-Palästina-Konflikt in Schule und Unterricht“ bzw. „in der Jugendarbeit“ (3,5h)
Der Israel-Palästina-Konflikt bewegt viele Menschen in Deutschland und kann auch in der Bildungs- und Jugendarbeit zu Spannungen führen. Dabei geht es nicht allein um die Ereignisse vor Ort, sondern auch um persönliche Erfahrungen und Perspektiven, die alle auch ohne biografische Bezüge zur Region selbst mit dem Konflikt verbinden. Dies gilt in ähnlicher Weise für Multiplikator*innen, die mit Jugendlichen arbeiten – auch sie sind keineswegs „neutral“ oder unvoreingenommen, wenn es um den Konflikt in Israel und Palästina geht. In diesem Workshop geht es daher darum, über unterschiedliche und oft widersprüchliche Bezüge und Perspektiven auf den Konflikt ins Gespräch zu kommen und Ansätze zu diskutieren, um diese Vielschichtigkeit auch in der Bildungsarbeit sichtbar und besprechbar zu machen. Nach einer Einführung in die Hintergründe der oft polarisierten öffentlichen Debatten soll daher zunächst für unterschiedliche Hintergründe und Motive von vermeintlich provokativen Aussagen und Verhaltensweisen unter Jugendlichen sensibilisiert werden, um anschließend einige grundsätzliche Überlegungen zum Umgang mit Konflikten wie dem Israel-Palästina-Konflikt in der Bildungs- und Jugendarbeit vorzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Vermittlung von detailliertem Wissen über die Konfliktgeschichte, als die Förderung von Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Interessen und Perspektiven, die in Uneindeutigkeiten, Ambiguitäten und vielschichtigen Konflikterfahrungen zum Ausdruck kommen.
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- Vortrag „Schweigen ist keine Option. Prävention von Islamismus nach dem 7. Oktober“ (1,5h)
Angesichts der jüngsten Eskalation des Nahostkonfliktes und der katastrophalen Entwicklungen in Israel und Palästina ist auch in Deutschland niemand „neutral“ und unberührt. Dies gilt auch für Menschen, die keinerlei biografische Bezüge in die Region haben. In diesem Vortrag geht es zunächst darum, für die unterschiedlichen persönlichen Bezüge und Perspektiven auf den Konflikt zu sensibilisieren, um anschließend auf die besondere Attraktivität vereinfachender und vereindeutigender und damit auch polarisierender Diskurse gerade auch im islamistischen Spektrum einzugehen. Abschließend werden Ansätze und Erfahrungen vorgestellt, wie sich das Thema trotz solcher Instrumentalisierungen auch in der Bildungsarbeit aufgreifen lässt.
Projekt-Website:
Auf der Projekt-Website gibt es weiterführende Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen: www.ToleranzLeben.com
